History

Relaisstelle DB0BOH, Wasserturm Bocholt, im Wandel der Zeit

Als Standort für Amateurfunkeinrichtungen wie z. B. eine Relaisstation wurde der Bocholter Wasserturm schon früh genutzt.

Der damals sich im Besitz der Bocholter- Energie- und Wasserversorgung befindliche Wasserturm wurde als Trinkwasserspeicher und zur Herstellung des erforderlichen Netzdrucks genutzt.

Die erste Genehmigung von der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH zur Errichtung einer Antenne auf dem Kuppeldach des 42m hohen Turms, wurde den Funkamateuren im Jahre 1984 erteilt. Den Antrag damals stellte der damalige OVV des N17, Bernhard Unland, DL3QP.

Die notwendigen technischen Einrichtungen zur Unterbringung der Funkanlage wurden in einem Schaltschrank auf dem ersten Zwischendeck unterhalb der 8m tiefen stählernen Speicherbehälter installiert.

Hier die Zeitleiste und Historie des Wasserturms in der Nutzung für den Amateurfunk:

1984 im Juli: Antragstellung für die Nutzung des Wasserturms durch den Amateurfunk-Ortsverein N17. Nach der Genehmigung, Errichtung eines 23cm Band FM- Relais. Das Rufzeichen lautete damals DB0CW.

Juli 1984 : der Wasserturm wird als Baudenkmal unter Denkmalschutz gestellung.

1984 im August: Antennenmontage durch Christian Wassow, DF9CS, Horst Weikamp, DL9YAP, Bernhard DL3QP und SWL Unland dem Vater von Bernhard.

25.11.1984: Probebetrieb des von Christian Wassow, DB9IU, gebauten, 23cm FM-Relais von Anholt aus.

10.1985 : Im Oktober schlug der Versuch fehl, ein zusätzliches 70 cm Relais für Bocholt zu beantragen.

1998 : Anbau eines Treppenhauses als Zugang zu den ebenfalls inzwischen neu eingebauten Klassenräumen im Wasserturminneren.

2002 : Ausbau des Multifunktionsraumes im Erdgeschoss des Wasserturms mit Platz für 99 Personen als erster Schritt zur schulischen Nutzung des Turms.

2004 : Außerbetriebnahme der technischen Einrichtungen für die Trinkwasserversorgung Bocholts im Wasserturm.

18.11.2012 : die Funkanlage wurde modernisiert und mit dem Internet verbunden.

2016 : Errichtung und Inbetriebnahme eines analogen SVX-Link FM-Relais für das 70 cm Band. Steuerung über einen eingebauten Linux- PC. Erbauer Frank Tobergte, DB0FTB. Der Internetzugang ermöglicht Verbindungen zu anderen Relais und den Einstieg über Echolink.

2020 : Verkauf des Wasserturms als Immobilie von der BEW an den Kreis Borken.

2021 im Juli : Inhaberwechsel und Übertragung der Lizenz für die der Relaisstelle DB0BOH von Bernhard DL3QP auf DL1LEP, Jens.

April 2021 : Die Relaisstelle DB0BOH wurde erweitert. Sie erhielt ein zusätzliches digitales Relais. Hierzu wurden zwei YAESU FT 7800 Geräte, für Sendung und Empfang eingebaut und über einen Diplexer / Duplexer mit der X30 Antenne auf dem Wasserturmdach verbunden. Ein Linux-Kleinrechner (Raspberry Pi) steuert über einen MMDVM- Controller die beiden Funkgeräte an. Der Controller ermöglicht nun auch die Betriebsartenwahl für C4FM, dStar und DMR.

20.02.2022 : Im Wasserturm wurde zum Probebetrieb ein Web- SDR- Empfänger in Betrieb genommen.
Zunächst nur für das 2m und 70 cm Band, da für die Kurzwellenbänder keine geeignete Antenne errichtet werden konnte.
Ein Webinterface (Benutzeroberfläche) stellt die notwendigen Bedienelemente zur Frequenzeinstellung, Lautstärkeregelung und Betriebsartenwahl bereit.

Installation und Bau hatte Kai Siebels, DH0SK, übernommen.
Einbau und Inbetriebnahme eines LoRA- APRS Servers zur Objektverfolgung.
Webinterface zur Überwachung und Fernsteuerung aller im Schaltschrank verbauten Komponenten.

Bocholt 29.03.2022
Author: J.Schwitt, OVV des N17


Der Wasserturm in Bocholt

Horst, ex DL2YAP, beim Funktionstest
Steuerrechner- Einplatinencomputer mit 8085 Prozessor und Betriebssystem im EPROM für das 23cm Relais DB0BOH

23 cm Band Repeater für Packet-Radio im Schaltschrank
DB0BOH

OM Frank, DB0FTB bei der Montage des DB0BOH als analoges SVX-Link Relais für das 70cm Band